Einer der wichtigsten Liveclubs der Stadt Hamburg muss seine Pforten schließen, da aufgrund steigender Produktionskosten und sinkender Einnahmen ein Weiterbetrieb ohne externe finanzielle Hilfe nicht mehr möglich ist. In eigenen Worten erklärt das hier Besitzer und Betreiber Andi Lang, ein wirklich lesenswertes Abschieds-Statement, in dem die Probleme beschrieben sind, denen sich heutzutage wahrscheinlich jeder Clubbetreiber und Festivalveranstalter gegenübersieht. Mir blutet das Herz, immerhin war das Molotov einer der bekanntesten Underground-Liveclubs Deutschlands, direkt auf der Hamburger Reeperbahn, der 1000en von Acts zwischen Newcomern und renommierten Acts eine Bühne bot. Beten wir zu Gott, Lucifer und allen anderen mit überirdischen Kräften ausgestatteten Wesen, die uns vielleicht helfen könnten, dass die autonome Livekonzert-Subkultur nicht in den nächsten Jahren verschwindet. Solche Läden wie das Wild at Heart in Berlin, der Sonic Ballroom in Köln, das Treibsand in Lübeck, das Conne Island in Leipzig, die Beteigeuze in Ulm, das Bei Chez Heinz in Hannover, die Alte Meierei in Kiel und die vielen anderen autonomen Liveclubs in Deutschland, die ich jetzt hier nicht aufzählen kann, müssen erhalten bleiben, verdammt noch eins! Scheiße…
Molotow wird dichtgemacht
Juli 8, 2008 von ulisailor